Was ist Dein Problem? – michaherrmann

Was ist Dein Problem?

Wie groß ist Deins – also, das Problem?

Manche Menschen haben große Probleme im Leben und diese Probleme werden oftmals sogar ein Teil ihrer Identität.
Bei etwas älteren Menschen beobachtet man das häufig in Punkto Krankheiten.
Ohne eine anständige Krankheit oder ein Problem können diese Menschen scheinbar nicht gut leben.
Daher kommt auch Corona für viele durchaus sehr gelegen.
Allerdings ist das ein Thema für sich, auf das ich hier nicht unbedingt weiter eingehen möchte.

Anstatt also zuzulassen, dass die Probleme einen beherrschen, müsste man doch einfach entdecken, wie man seine Probleme beherrschen kann.
Guter Gedanke, oder?

Ich wette, dass auch Du das ein oder andere Problem in Deinem Leben hast (sei ganz beruhigt, dass geht tatsächlich jedem so).
Und erscheinen dir manche davon überwältigend, massiv und unbezwingbar?

Würdest Du zum Beispiel am Fuße des Mount Everests stehen und nach oben schauen,
würde er unglaulich hoch und der Gipfel unerreichbar erscheinen. Ist es nicht so?

Aber was wäre, wenn du deine Perspektive einfach mal ändern würdest?
Du könntest vielleicht in einen Helikopter steigen (nur als Beispiel) und zum Gipfel fliegen.
Oder Du könntest dich auch weit weg vom Berg bewegen und sehen, wie er in der Ferne in sich zusammenschrumpft.
Dann würde er ganz anders aussehen und ganz gewiss nicht mehr so überwältigend.

Der Berg ist wie so oft eine Metapher für ein großes Hindernis
und wir alle begegnen Problemen (oder Herausforderungen) in unserem Leben, die übergroß erscheinen.
Oft bedarf es aber nur eines Perspektivwechsels, um deine unguten Gefühle ihnen gegenüber zu ändern und sie bezwingbarer erscheinen zu lassen.
Das kann etwas so Simples sein, wie die Welt einmal nicht durch deine Augen zu betrachten. Wie sieht vielleicht jemand anderes Dein Problem?
Womöglich garnicht so dramatisch, wie Du es empfindest. Mit anderen Menschen über Probleme zu sprechen hilft nicht sofort ein Problem zu lösen,
allerdings ergeben sich aus Gesprächen eigentlich immer gute Ideen, neue Wege, behilfliche Kontakte und meistens auch eine neue Sichtweise.
Und schon ist er da, der neue Weg das Problem anzugehen.

Ein Bekannter von mir hatte jüngst eine Menge private Probleme. Sie schienen unüberwindbar und er stand oft an den Grenzen seiner selbst, ohne einen Ausweg zu sehen.
Dann ging seine Schwester für eine Routineuntersuchung ins Krankenhaus und die Ärzte diagnostizierten einen „möglichen“ Tumor.
Mein Belannter schickte mir eine Nachricht und sagte: “Plötzlich erscheinen mir meine Probleme nicht mehr so groß.“
Hier setzt die Psychologie des Vergleichs ein. Damit löst sich zwar das eigene Problem nicht auf, aber es ändert schlagartig den eignen Blickwinkel.
Das eigene Thema kommt einem nicht mehr so dramatisch vor. Und wenn das passiert, ist der Fokus nicht mehr ausschließlich auf das Problem fixiert.
Der Kopf wird freier um mögliche Lösungswege zu sehen. Denn wenn wir uns nur auf das Problem versteifen, werden wir blind für die Lösung.
Der berühmte „Ochs vor’m Berg„.

Falls Du denkst, dass Du unter unüberwindbaren Problemen leidest, dann solltest Du Deine Perspektive ändern.
Entweder schaust Du Dich einmal um und stellst fest, wie gut es dir doch eigentlich geht im Vergleich zu vielen anderen,
oder Du sprichst mal mit jemandem darüber und änderst so den Fokus. Eine veränderte Perspektive macht deine Probleme handhabbar.
Versuch es mal, schaden kann es nicht! WICHTIG: Sprich nur mit Menschen denen Du auch vertraust! Erzähle nicht jedem von Deinen Problemen.
Die Einen interessiert es nicht die Bohne und die Anderen freuen sich, weil es Dir noch schlechter geht als ihnen selbst. Der Mensch ist leider oft so.

Mein Fazit:
Probleme verschwinden bedauerlicher Weise meistens nicht von alleine. Aussitzen ist nie eine gute Idee bei ernsthaften Herausforderungen.
Man muss schon etwas tun, um die Probleme zu bewältigen!
Aber mit einem neuen Blickwinkel sieht man plötzlich Mittel und Wege, die einem vorher verborgen blieben. Das ist der ausschlaggebende Punkt!
Und was kommt nach dem Problem? Richtig, ein neues! Also sei niemals enttäuscht, wenn ein neues Problem an der Tür klingelt.
Desto besser Du Dir ein eigenes Problem-Management aufbaust (Problem zur Kenntnis nehmen, Problem nüchtern analysieren, Lösungen sichten, mit der Lösung beginnen usw.),
umso einfacher wird es für Dich werden. Sieh Probleme einfach ab sofort als Herausforderungen, die Dich letztendlich weiterbringen. Nicht als Strafe oder sowas.
Irgendwann blickst Du nämlich zurück und staunst wieviel Du schon geschafft hast. Jedes gelöste Problem bringt Dich in einen höheren Selbstbewusstseins Level.
Ja, skurriler Weise gehören auch Problme zum persönlichen Wachstum dazu.

Schon die Probleme als Challange oder als Herausforderung zu betrachten, kann bereits von enormen (mentalen) Wert sein.
Wie so oft kommt es auf die eigene Einstellung an  …. und natürlich unseren Blickwinkel 😉

 

In diesem Sinne – Viel Glück beim Sieg über Deine Herausforderungen.

Du schaffst das!

Herzlichst
Micha

 

Noch eine kleine Anmerkung:
Ist Dir schon mal aufgefallen, dass es Probleme gibt die Du ganz easy mit einem Fingerschnipp löst?
Einfach so. Problem kommt – „zack“ und weg!
Das liegt an der Gewohnheit (Thema: Komfortzone).
Du bist dieses Level der Probleme „gewohnt“. Du kennst Dich damit gut aus und weißt genau was zu tun ist.
NA, merkst Du was? Glaubst Du nicht auch, dass Du das auch mit den Problemen/Herausforderugen des nächst höheren Levels hinbekommst?
….ich denke schon! 😉

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